Zahlen und Fakten

ReisetrendsWer als moderner deutscher Urlauber im Trend sein will, macht seinen Jahresurlaub in Bayern, einen Kurzurlaub in Mecklenburg-Vorpommern, reist mindestens einmal im Jahr in eine deutsche Großstadt und unternimmt mehrere Tagesausflüge. Geschlafen wird in Ferienwohnungen und Pensionen und nur in Ausnahmefällen im Hotel. Dies bestätigt eine Jahresanalyse des Deutschen Tourismusverbandes.

Der erfreulichste Trend, den der Deutsche Tourismusverband (DTV) feststellen konnte, lautet: Deutschland bleibt für die Deutschen das Reiseland Nummer eins. 2006 im Jahr der Fußball-WM wurde im Gesamtumfang der Deutschlandreisen ein Anstieg von 4 % vermerkt. Für 2007 wird auch ohne WM eine weitere Steigung von mindestens 2 % erwartet.
Eine detaillierte Analyse macht dabei einige interessante Entwicklungen deutlich:

Tagesreisen | Kurzurlaub | Urlaubsreisen | Buchungs- und Übernachtungstrends | Verkehrsmittel | Reiseanlässe

Tagesreisen

MünchenNach der Statistik des DTV entwickelt sich der Trend zu Kurzreisen und einer stärkeren Nutzung der Wochenenden stetig. Das macht sich auch im Anstieg der Tagesreisen bemerkbar. 3,4 Milliarden Mal wurde 2006 in Deutschland der Rucksack für einen Inlandausflug gepackt, inklusive einer halben Milliarde Geschäftsreisen. Von den privaten Tagesausflügen geht knapp jeder zweite in eine deutsche Großstadt.
Unter den Zielregionen nimmt das Land Nordrhein-Westfalen die absolute Spitzenposition ein. Mit 544 Millionen Tagesausflügen (inkl. Geschäftsreisen) im Jahr 2006 liegt es weit vor dem Nachfolger Bayern (428 Mio.). Pro Kopf gibt ein Tagesreisender in Deutschland übrigens 28,80 € aus.

Kurzurlaub

Schloß NeuschwansteinIm Bereich der Kurzreisen von zwei bis vier Tagen konnten in Deutschland 46,3 Millionen Reisen mit 101,7 Mio. Übernachtungen für 2006 verzeichnet werden. 75 Prozent aller Kurztrips, die von Deutschen unternommen wurden, blieben innerhalb der Landesgrenzen. Mit einer Steigerungsrate von knapp 10 Prozent wurden auch 23,6 Millionen Übernachtungen von Ausländern für einen Kurzurlaub in Deutschland verbucht.
Hauptdomäne des Kurzurlaubs ist die Städtereise, wobei Ausflüge in eine reizvolle Landschaft sicher mit dazu gehören, was zumindest die absolute Spitzenposition von Bayern unter den Kurztripdestinationen vermuten lässt.

Mit 74,7 Millionen Übernachtungen liegt das Bundesland um mehr als 30 Millionen vor seinen Nachfolgern Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Das Land mit der höchsten touristischen Zuwachsrate ist Sachsen, das 2006 bereits 16,4 Millionen Übernachtungen aufweisen konnte.

die MüritzEin anderer Jahresvergleich im Bereich „Kurzurlaub“ bildet noch eine umfassendere Trendentwicklung ab: Innerhalb von zehn Jahren konnte das Land Mecklenburg-Vorpommern seine „Tourismusintensität“ beinahe verdreifachen. Während es 1996 etwa 5.900 Übernachtungen pro 1000 Einwohner zählte und damit etwa auf gleicher Höhe wie Bayern stand, kommen nun auf 1000 Einwohner von Mecklenburg über 14.500 Übernachtungen.
Deutliche Zahlen, die belegen, dass sich die schöne Seenlandschaft nördlich von Berlin bis hin zur Ostseeküste wie keine andere in Deutschland zur Tourismusregion entwickelt. Ein nicht unbedeutender Trend auch für die Region selbst, schließlich stellt die Tourismusbranche deutschlandweit einen immer wichtigeren Arbeitsmarkt dar.
Mecklenburg Vorpommern liegt mit seiner Zahl der jährlichen Übernachtungen inzwischen sogar vor der traditionellen Badeurlaubsregion Schleswig-Holstein.

Urlaubsreisen

Für eine längere Reise ab mindestens 4 Übernachtungen wählte eine große Mehrheit der Deutschen ebenfalls den Urlaub im Heimatland. Deutschland hält bei den deutschen Reiselustigen einen Marktanteil von 32,1 Prozent und liegt damit auf Platz eins weit vor Spanien, Italien sowie den Fernreisen.
Spitzenregion ist wiederum Bayern mit 4,3 Mio. Reisen vor Mecklenburg Vorpommern (3,3 Mio.) und Schleswig Holstein (3,1 Mio.)

Auch die allgemeine Reiseintensität ist im Trend steigend. 74,7 Prozent aller Deutschen unternahmen 2006 eine längere Urlaubsreise, 2005 waren es noch 73,6 Prozent. Die durchschnittliche Dauer ist von 12,5 auf 12,7 Tage gestiegen.

Buchungs- und Übernachtungstrends

Interessant ist auch, wie sich das Buchungsverhalten der deutschen Reisenden entwickelt. Während Inlandreisende Unterkunft oder Reiseanbieter direkt kontaktieren (41%), gehen Auslandsreisende zu 55 % ins Reisebüro. Auch bei der Übernachtung zieht der Deutschlandurlauber vertraute Sphären vor.
Ferienwohnungen und Pensionen sind die beliebtesten Unterkünfte. Während man im Ausland zu 60 % im Hotel logiert, mögen es Inlandurlauber eher privat und preiswert. Mit einem Anteil von 11 Prozent liegt der Ferienaufenthalt bei Verwandten oder Bekannten noch über dem Anteil des Campingurlaubs ( 7 Prozent).
Immerhin 30 Prozent aller längeren Urlaubsreisen werden auch in Deutschland in Hotels verbracht.
In der Regel aber ist der typische Urlaub in Deutschland familiär und einfach und damit auch preiswert.

Während Inlandsurlauber im Schnitt 516 € ausgeben, machen Auslandsurlauber mit 988 € fast das Doppelte für ihren Urlaub locker.

Verkehrsmittel

Endlose Autobahnstaus zu Ferienbeginn lassen das statistische Ergebnis bereits erahnen: Fast 75 % aller Deutschlandurlauber reisen mit dem Auto. Der Anteil der Inlandflüge ist verschwindend gering, während ins Ausland naturgemäß mehr als 50 Prozent der Urlauber in den Flieger steigen. Dabei hat in den letzten Jahren der Anteil der Billigflieger gehörig zugenommen und beträgt inzwischen schon 12,4 Prozent.
Beim Inlandurlaub halten sich die Alternativen Bus und Bahn mit über zehn Prozent fast die Waage. Der Bus könnte im Zuge der Klimadiskussion jedoch noch mehr im Kommen sein und ist im Vergleich zur Bahn auch die preiswertere und je nach Streiklage sogar zuverlässigere Variante.

Reiseanlässe

Neben der WM gab es 2006 auch andere Anlässe für einen verstärkten Tourismusstrom. Zum einen gehörten dazu die vielen Volksfeste: Allein die angereisten Besucher des Münchner Oktoberfestes sorgten für einen Übernachtungsumsatz von über 300 Mio. Euro.

Freizeit- und Erlebnisparks zogen 22 Mio. Besucher an. Im größten Freizeitpark Deutschlands, dem Europa Park übernachteten 500.000 Gäste in den Parkhotels vor Ort.

Heilbäder und Kurorte wurden immerhin von rund 18 Mio. Gästen besucht, die dann im Schnitt 5,4 Tage blieben.

Ein etwas kleinerer aber stabiler Trend sind auch die Ferien auf dem Bauernhof mit 1,6 Mio. Reisen mit mind. 4 Übernachtungen und Camping (21,5 Mio. Übernachtungen).

Zu den beliebtesten Aktivsportarten im Deutschlandurlaub gehören Wandern und Fahrradfahren.

Wenn Sie noch mehr Details aus der DTV-Jahresstatistik erfahren möchten, schauen Sie am besten auf folgenden Link:
http://www.deutschertourismusverband.de/

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