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„Blickachsen 9“ – Förderpreis des Rotary Clubs Bad Homburg-Schloss für Camille Henrot

Im Eingangsbereich des Bad Homburger Kaiser-Wilhelms-Bads empfängt den Besucher seit Mai diesen Jahres ein vielschichtiges und subtiles Kunstwerk, das aus einem aufrecht gestellten Flugzeugflügel entstanden ist. Es ist Teil der Skulpturenausstellung „Blickachsen 9“, die noch bis 6. Oktober zu sehen ist.

Für diese ungewöhnliche Arbeit hat die junge französische Künstlerin Camille Henrot heute den Förderpreis des Rotary Clubs Bad Homburg-Schloss erhalten. „Mit den ‚Blickachsen‘ kommt die Kunst zu den Menschen. Neben den vielen anderen Projekten, die unser Club angestoßen und begleitet hat, wurde dieser Preis ausgelobt, der den Künstler-Nachwuchs mit dem besten Exponat der ‚Blickachsen‘-Ausstellung fördern soll“, so Dr. Heiko Münker, Präsident des RC Bad Homburg-Schloss, der bei der feierlichen Veranstaltung die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung überreichte. Zusammen mit ihm bestand die diesjährige Jury aus dem Vizepräsidenten des RC Bad Homburg-Schloss Ralph Bibo, dem Direktor der Kunsthalle Darmstadt Dr. Peter Joch sowie den beiden Kuratoren der Ausstellung „Blickachsen 9“: dem Geschäftsführer der Stiftung Blickachsen gGmbH Christian K. Scheffel und Dr. Olivier Kaeppelin, dem Direktor der an der französischen Côte d’Azur beheimateten Fondation Marguerite et Aimé Maeght. Die Tradition dieses Förderpreises für Nachwuchskünstler und -künstlerinnen besteht bereits seit der vierten Ausgabe der „Blickachsen“ im Jahr 2003. Seitdem wurde er von Nicola Möser, SEO, May Cornet, Vanessa Paschakarnis und zuletzt Vincent Olinet entgegengenommen. Als sechste Trägerin des Preises wurde heute Camille Henrot ausgezeichnet, die in der diesjährigen Ausstellung „Blickachsen 9“ ihre Arbeit „Le prix du danger 7“ zeigt.

Camille Henrot, 1978 geboren, lebt und arbeitet in ihrer Geburtsstadt Paris. Die talentierte junge Französin hat bereits international ausgestellt und gewann, parallel zu ihrer Teilnahme an der Skulpturenbiennale „Blickachsen“, in diesem Jahr für eine Videoarbeit den Silbernen Löwen, den Nachwuchspreis der Kunstbiennale in Venedig. In ihrem vielseitigen und äußerst eigenständigen Werk erkundet Henrot mit fast anthropologischer Neugier und großer Experimentierfreude das Thema der kulturellen Identität. Über geografische und historische Grenzen hinweg zeigt sie Berührungspunkte unterschiedlicher Kulturen auf und setzt scheinbar Entferntes zueinander in Beziehung. Nicht nur in ihren Filmen und multimedialen Installationen, sondern auch in den Zeichnungen, Fotografien und Skulpturen arbeitet sie vor allem mit Überblendungen und kontrastierenden Überschneidungen. Auch die Faszination der in „Blickachsen 9“ ausgestellten Skulptur „Le prix du danger 7“ beruht auf der spannungsreichen Verflechtung von Symbolen verschiedener Zeiten und Regionen: In die Tragfläche eines modernen Sportflugzeugs vom Typ CAP 10B hat Camille Henrot traditionelle melanesische Ornamente als filigranes Lochmuster eingearbeitet.

Die Farben des Flugzeugteils im Blau-Weiß-Rot der französischen Flagge und das markante, aus der Fläche herausgeschnittene Muster rivalisieren miteinander. Wie vor einem Vexierbild wechselt der Blick des Betrachters zwischen dem Material und dem Muster, ohne eines davon länger fixieren zu können. Diese Konkurrenz erhält dadurch besondere Brisanz, dass Teile der pazifischen Inselgruppe Melanesien französisches Überseeterritorium sind. Die traditionellen Malereien und der Totemglaube Melanesiens gehen mit der europäischen Modernität und Technik eine hybride Assemblage ein. Damit positioniert sich die Arbeit in den postkolonialen Kontext Frankreichs. Der Flugzeugflügel, seiner ursprünglichen Funktion beraubt, hat eine neue Verwendung gefunden und dient nun als Träger der melanesischen Bildkultur.

In seiner heutigen Laudatio würdigte Peter Joch im Namen der Jury die Arbeit und das eigenständige künstlerische Konzept der jungen Französin zusammenfassend mit den Worten: „Camille Henrots Flügel bezeichnet den freien Flug der Fantasie und die bodenlose Zweckfreiheit der Kunst. Gleichzeitig zeigt er, dass Kunst nur etwas zu sagen hat, wenn sie die tiefgreifenden Konflikte und Paradoxien der Geschichte benennt.“

Pressekontakt: RC Bad Homburg-Schloss, Christian Stadermann / christian.stadermann@arcor.de Tel.: 06172 – 137 91 41 Blickachsen Presse und Kommunikation, Sunita Scheffel / presse@blickachsen.de Mobil: 0178 – 47 32 591 Stiftung Blickachsen gGmbH / Ferdinandstraße 19 / 61348 Bad Homburg v.d.H. www.blickachsen.de

Region: Hochtaunuskreis
Bundesland: Hessen

Rotary Club Bad Homburg-Schloss
Ansprechpartner: Christian Stadermann

Ferdinandstraße 19
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Tel: 06172 / 137 91 41

http://www.blickachsen.de
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